Ein Fauxpas, seien das Tippfehler oder wiederholtes Zu-Spät-Kommen, hat aufgrund der Teufelshörner in unserem Gehirn oft ungeahnte, negative Folgen. Der Teufelshörner-Effekt macht uns das Leben manchmal echt schwer, denn er hat weit reichende Folgen.
Alles wird in Frage gestellt
Der Teufelshörner-Effekt, auch Horn-Effekt genannt, läuft wie die meisten Wahrnehmungsfehler unbewusst ab. Ist unser erster Eindruck negativ, stellen wir alles weitere, damit Zusammenhängende automatisch in Frage. Erhalten wir eine E-Mail mit mindestens einem Tippfehler, stellen wir bereits die Kompetenz des Absenders ungewollt in Frage. Kommt ein Kollege wiederholt zu spät, unterstellen wir ihm intuitiv, dass er auch sonst nichts gebacken bekommt. Stellen wir gleich am Anfang irgendeinen Mangel fest, verallgemeinern wir diesen und ziehen als Folge alles in Zweifel, was noch kommt.
Umgekehrte Wirkung des Teufelshörner-Effektes
Attraktiven Menschen wird unweigerlich ein Schönheitsvorteil zugesprochen. Sie wirken intelligenter, vertrauenswürdiger, talentierter und kompetenter. Dies funktioniert auch bei Tieren, Landschaften und vielem anderen mehr. Süsse Tiere oder schöne Landschaften empfinden wir als schützenswerter, schöne Flaschen als kostbarer etc.
Teufelshörner und dein Image
Kommst du also regelmässig zu spät oder ziehst dich gerne etwas legerer an, hat das ungeahnte Folgen für dein Image. Durch den Teufelshörner-Effekt pauschalisieren wir alle ungewollt unsere Meinungen und bewerten nicht mehr objektiv. Dein Image wird aufgrund der Wahrnehmungsverzerrung leiden. Du wirst, schneller als dir lieb sein dürfte, einen Ruf als «unprofessioneller und inkompetenter Taugenichts» haben. Du kannst deine Persönlichkeitswerte und deinen Ruf durch aktives Selbstmarketing wie angemessene Kleidung, korrekte Schreibweisen etc. fördern oder eben deiner Reputation schaden.
Der Horn-Effekt macht uns das Leben schwer
Wenn du dir dieses Wahrnehmungsfehlers bewusst bist, wirst du deine eigenen Urteile künftig hinterfragen und dir stets bewusst sein, wie andere ihre Urteile fällen. Zum Beispiel ein falsches Wort: Der andere assoziiert mit dem Wort etwas Negatives und schon ist es passiert. Er wird dich sehr lange mit diesem negativen Eindruck verbinden. Wir sind und waren schon immer nachtragend. Nicht nachtragend zu sein ist ein guter Vorsatz und lehrt gleichzeitig auch zu verzeihen.