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Sinn erleben vs. Sinn suchen

Sinn ist nichts, was wir einfach finden und dann besitzen. Er zeigt sich vielmehr im Erleben – oder im Fehlen davon. Manche Menschen fühlen sich innerlich getragen, andere stellen Fragen, wieder andere spüren weder das eine noch das andere.

Die Psychologie beschreibt diese Unterschiede nicht als Persönlichkeitsfrage, sondern als Zusammenspiel zweier zentraler Dimensionen: Sinn erleben und Sinn suchen.

Neujahrsvorsätze: Wie wir uns selbst verkaufen – und dann sabotieren

Der Jahreswechsel wirkt wie ein psychologischer Reset-Knopf. Ein neues Jahr bedeutet ein leeres Kalenderblatt und einen symbolischen Neuanfang. Aus Sicht der Werbepsychologie ist das kein Zufall. Zeitliche Marker wie der 1. Januar wirken wie ein Launch-Event: Das alte «Produkt Ich» wird abgelöst und das neue positioniert. In diesem Moment ist unser Gehirn besonders aufnahmebereit. Wir sind euphorisch, motiviert und bereit, uns selbst von einer Veränderung zu überzeugen. Neujahrsvorsätze sind dabei nichts anderes als eine interne Werbekampagne, die wir an uns selbst richten.

Zimsterne Gutzi

Warum wir in der Weihnachtszeit mehr bezahlen – und was wir eigentlich kaufen

Jedes Jahr dasselbe: Produkte, die wir sonst kritisch vergleichen würden, landen plötzlich im Einkaufswagen. Sie sind teurer als sonst – und trotzdem fühlt es sich richtig an. Das hat weniger mit Dummheit zu tun als mit der Art und Weise, wie unser Gehirn in der Weihnachtszeit Preise und Bedeutung bewertet.

Warum der erste Eindruck heute entscheidender ist: Markenwahrnehmung, Aufmerksamkeit und Werbepsychologie im digitalen Umfeld

Der erste Eindruck entscheidet – heute schneller und folgenreicher denn je. Social Media, algorithmisch kuratierte Feeds, personalisierte Inhalte und KI-generierte Werbemittel haben die Bedingungen der Wahrnehmung grundlegend verändert. Aufmerksamkeit ist fragmentiert, flüchtig und ständig konkurrierenden Reizen ausgesetzt. Aus werbepsychologischer Sicht beeinflusst dies nicht nur, wann Marken sichtbar werden, sondern auch, wie sie kognitiv verarbeitet und erinnert werden.

Schenken heute: Einfach, persönlich und unvergesslich

Zum Glück haben sich das Schenken und die Geschenke im Laufe der Zeit verändert. Heute geht es nicht mehr darum, etwas Teures oder Hochwertiges zu verschenken, sondern unvergessliche Momente zu schaffen, die die Herzen der Beschenkten berühren. Wer sich darauf einlässt, schenkt Freude, die nicht nur beim Auspacken aufblitzt, sondern immer wieder neu erlebt werden kann. Geschenke werden so zu kleinen Zeichen von Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Verbundenheit, ohne Stress oder Druck zu erzeugen.

Mann mit brennendem Regenschirm

Die dunkle Seite der Leidenschaft – wenn Arbeit zu viel wird

«Folge deiner Leidenschaft!» – ein Satz, der motivieren soll. Leidenschaft kann beflügeln, Sinn schenken und Kraft geben. Doch sie kann auch zu viel werden. Dann, wenn sie uns verschlingt. Leidenschaft darf brennen – aber sie darf dich nicht verbrennen.

Flexibel arbeiten und leben – Selbstmanagement

Wir leben in einer Zeit, in der Arbeit, Freizeit und Erholung ineinanderfliessen. Feste Strukturen verlieren an Bedeutung, während Selbstbestimmung gewinnt. Wir wollen selbst entscheiden, wann wir arbeiten, wann wir abschalten und wie wir unseren Alltag gestalten. Gleichzeitig spüren viele den Druck, produktiv zu sein, sich weiterzuentwickeln und dennoch Zeit für sich selbst zu haben.

Ingroup Bias – Warum wir «uns» lieber mögen als «die anderen»

Wir alle tun es – meist, ohne es zu merken: Wir fühlen uns Menschen näher, die «so sind wie wir». Gleicher Dialekt, ähnliche Werte, dieselbe Marke – und schon empfinden wir Sympathie, Vertrauen, Zusammengehörigkeit. Hinter diesem Phänomen steckt ein spannender psychologischer Effekt: der Ingroup Bias.

Der Von-Restorff-Effekt – warum uns das Besondere im Gedächtnis bleibt

Der psychologische Effekt geht auf die deutsche Forscherin Hedwig von Restorff zurück. Sie entdeckte, dass sich Menschen besonders gut an Dinge erinnern, die sich deutlich von ihrer Umgebung unterscheiden. Das gilt für Wörter, Bilder – und auch für Markenbotschaften.

Persönlichkeitstypen im Marketing: Rot, Blau, Grün und Gelb

Warum Persönlichkeitstypen in der Werbepsychologie wichtig sind

Werbung funktioniert nicht im luftleeren Raum. Sie trifft immer auf Menschen mit individuellen Denkweisen, Bedürfnissen und Entscheidungsstilen. Die Werbepsychologie nutzt deshalb Modelle, um diese Vielfalt greifbarer zu machen. Eines der bekanntesten ist die Einteilung in vier Persönlichkeitstypen, die symbolisch den Farben Rot, Blau, Grün und Gelb zugeordnet sind.