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Zeigarnik-Effekt gegen Prokrastination: Warum Anfangen dein Gehirn entlastet

Prokrastination wird häufig als Aufschieben aus Bequemlichkeit missverstanden. In der Psychologie gilt sie jedoch als Form der Emotionsregulation. Das Gehirn versucht, sich vor Überforderung, Unsicherheit oder innerem Druck zu schützen. Besonders Aufgaben, die gross, unklar oder emotional negativ besetzt sind, lösen Vermeidungsverhalten aus. Kurzfristig entsteht Erleichterung, langfristig jedoch kognitive Belastung. Die Aufgabe bleibt präsent, ohne dass Fortschritt entsteht.

Warum der erste Eindruck heute entscheidender ist: Markenwahrnehmung, Aufmerksamkeit und Werbepsychologie im digitalen Umfeld

Der erste Eindruck entscheidet – heute schneller und folgenreicher denn je. Social Media, algorithmisch kuratierte Feeds, personalisierte Inhalte und KI-generierte Werbemittel haben die Bedingungen der Wahrnehmung grundlegend verändert. Aufmerksamkeit ist fragmentiert, flüchtig und ständig konkurrierenden Reizen ausgesetzt. Aus werbepsychologischer Sicht beeinflusst dies nicht nur, wann Marken sichtbar werden, sondern auch, wie sie kognitiv verarbeitet und erinnert werden.

Der Von-Restorff-Effekt – warum uns das Besondere im Gedächtnis bleibt

Der psychologische Effekt geht auf die deutsche Forscherin Hedwig von Restorff zurück. Sie entdeckte, dass sich Menschen besonders gut an Dinge erinnern, die sich deutlich von ihrer Umgebung unterscheiden. Das gilt für Wörter, Bilder – und auch für Markenbotschaften.