Männer und Frauen sind unterschiedliche Wesen – vor allem wie sie ticken. Männer sehen eher das grosse Ganze, Frauen dagegen vielmehr alle Eventualitäten. Was das für Auswirkungen auf das Zwischenmenschliche hat, ist je nach Situation sehr interessant.
Das grosse Ganze und alle Eventualitäten in einer Alltagssituation
Das lästige Thema «Haushalt» steht an. Saugen, Wäsche waschen, Abstauben etc. Was eben so dazu gehört. Männer sehen das grosse Ganze. Mit dem Staubsauger kurz durch die Zimmer rennen. Wäsche einsammeln und in die Maschine schmeissen. Mit dem nächstbesten Lappen kurz über die Möbel gewischt. Fertig. Job «Haushalt» erledigt.
Frauen gehen hier alle Eventualitäten durch. Beim Staubsaugen werden die dem Bodenbelag entsprechenden Düsen verwendet. Die Wäsche wird nach Farbe, anschliessend nach Material und zum Schluss nach Temperatur sortiert. Auch für das Abstauben benötigen Frauen für alle Eventualitäten (Holz lackiert oder naturbelassen, Glas, Spiegel, Stein etc.) das entsprechende Equipment.
Das grosse Ganze und alle Eventualitäten in einer Gefahrensituation
Eine Familie geht mit ihrem zweijährigen Kind auf einen Spielplatz. Hier hat es ein kleines Wasserspiel in einem 5 cm tiefen Becken. Das Kind spielt darin. Was denkt sich der Vater bei dieser Gefahren-Situation? Genau. Nichts! Er sieht das grosse Ganze und keine Gefahr.
Die Mutter hingegen hat schon nach 5 Sekunden alle nur erdenklichen Gefahrensituationen durchdacht und kommt zum Schluss: Gefahr – das Kind könnte ertrinken.
Aber wieso ticken Männer und Frauen so unterschiedlich?
Männer lassen sich mit einer Kommode mit Schubladen vergleichen. In ihrem Leben gibt es 4 bis 5 wichtige Themen (je nach Typ sind das z.B. Essen, Familie/Freunde, Sex, Sport, Autos etc.) und diese sind in ihren mentalen Schubladen geordnet. Alles, was für sie nicht wichtig ist, kommt in die Schublade, das mit «Nichts» angeschrieben ist. Es ist wissenschaftlich bestätigt, dass Männer an nichts denken können.
Das ist für Frauen undenkbar. Denn Frauen verweben alles miteinander. Es führt immer eines zum anderen und so weiter. Jede hergestellte Verbindung ist an eine Emotion geknüpft und diese wird ein Leben lang gespeichert. Darum können sich Frauen auch nach Jahren noch an Situationen erinnern, die Männer schon längst vergessen haben. «Schatz, weisst du noch vor 3 Jahren hast du mal gesagt, dass…» ist ein typisches Beispiel dafür.